Partnerhund ausfinanziert!

Wenig, am 17.Juni 2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ich heiße Daniela Maria Freischlager und bin 21 Jahre alt. Ich wohne in Oberösterreich (Bezirk Braunau).

 

Da Sie bzw. der Verein „Seite an Seite“ einen Teil meines Partnerhundes finanzieren, mochte ich Ihnen ein paar Informationen über mich zukommen lassen, damit Sie wissen, mit wem Sie es überhaupt zu tun haben! Bis zu meinem 10. Lebensjahr war ich ein Kind wie jedes andere auch. Doch plötzlich erkrankte ich Ende Februar 1999 an einer vorerst harmlosen Grippe. Da meine ganze Familie erkrankte (meine Eltern und mein älterer Bruder) kam unser Hausarzt jeden Tag zu meiner Familie und mir nach Hause.

 

Am 3. oder 4. Tag ging es mir scheinbar besser- doch leider nur scheinbar, denn ich konnte in der Nacht nicht einmal mehr alleine auf die Toilette gehen und sprach wirre, unzusammenhängende Sätze. Meine Eltern verständigten sofort den Arzt und ich wurde so schnell wie möglich ins Krankenhaus Braunau gebracht und nach kurzer Zeit in ein anderes Krankenhaus verlegt.

 

Von dieser Zeit weiß ich zum Glück nichts mehr. In diesem anderen Krankenhaus (dessen Namen ich nicht nennen möchte), lief eine Kaliuminfusion daneben. Diese Infusion wurde mir leider unverdünnt in den rechten Arm gegeben. Und bekanntlich ist ja Kalium ätzend. Man sieht auch noch sehr deutlich die Narbe, die mir wahrscheinlich ein Leben lang bleiben wird. Die Narbe ist mir „eigentlich egal“, wenn nur die Beweglichkeit meines Armes wieder zurückkommen würde. Aus diesem Grund sind mein rechter Arm sowie meine rechte Hand stark eingeschränkt.

 

Außerdem bin ich seit dieser Krankheit auf den Rollstuhl angewiesen. Ich habe einen Elektrorollstuhl, da ich ja aufgrund meines rechten Arms mit einem Handrolli nicht zurecht komme. Zusätzlich zu dieser Mobilitätseinschränkung kommt eine weitere Einschränkung: Ich sehe doppelt. Aus diesem Grund darf ich auch keinen Autoführerschein machen oder mit einem Mopedauto fahren.

 

Nur durch intensive, wöchentliche Physiotherapie und anfangs sogar tägliche Therapie und die wirklich bewundernswerte Unterstützung meiner Familie bin ich nun so, wie ich eben bin. Hätten meine Eltern den damaligen, zahlreichen Untersuchungen Glauben geschenkt, nicht gesagt „Das schaffen wir gemeinsam!“ und mich nicht so sehr gefördert- Ich möchte gar nicht daran denken, wie schwer geistig behindert ich nun sein könnte.

 

Im Jahr 2000 oder 2001 erfuhr ich vom Verein Partner – Hunde Österreich, der Behindertenbegleithunde für Menschen mit Beeinträchtigung ausbildet. Ich melde mich also für einen Partnerhund an und wartete nicht einmal ein halbes Jahr, bis ich meinen Begleiter auf 4 Pfoten bekam.

 

Mein Partnerhund hieß Snoopy und ist leider am 6. November 2008 verstorben. Er fehlt mir sehr, weil er mir einfach total viel geholfen hat und mein bester Freund war. Vielleicht können Sie sich vorstellen, wie man von den ehemals besten Freunden gemieden wird, nur weil man nun mit „4Rädern unter´m Hintern“ durch die Welt düst? Ich kann Ihnen versichern, dies ist kein schönes Gefühl.... Und nun hatte ich endlich wieder einen richtigen Freund, der mich so akzeptierte, wie ich eben bin!

 

Mit Snoopy an meiner Seite wurde ich in der Öffentlichkeit wieder von Mitmenschen angesprochen und nicht angestarrt (oft sah jemand auch gleich zur Seite), ich musste nicht andauernd fragen: „ können Sie mir den Schlüssel bitte aufheben?“....

 

Aus diesem Grund habe ich mich dieses Jahr für einen Nachfolge-Partnerhund beworben, der mich ebenso im Alltag unterstützen soll. Im Moment wohne ich noch bei meinen Eltern zu Hause, doch ich möchte endlich „auf eigenen Beinen stehen“ und nicht immer auf ihre Hilfe angewiesen sein. Nach meiner Matura, die ich am 15.Juni diesen Jahres mit gutem Erfolg bestanden habe, habe ich vor, ins Berufsleben einzusteigen und von zu Hause auszuziehen. Wahrscheinlich nicht gleich, aber in absehbarer Zeit. Mit einem Partnerhund an meiner Seite und meiner persönlichen Assistentin als Unterstützung kann ich mir dies nun schon sehr gut vorstellen!

 

Vor einigen Wochen habe ich dann erfahren, dass ich am 4. Juli meinen Hund bekommen werde. Da ein Partnerhund € 15.000,- kostet, ist man als Kandidat auf einen Sponsor angewiesen. Und ich bitte Sie liebe Leser Seite an Seite mit spenden zu unterstützen, damit mein Hund von Seite an Seite finanziert werden kann.

 

Vielen, vielen herzlichen Dank!