Mission to Sky

Zum vierten Mal veranstaltete das Corps Saint Lazare International, kurz CSLI genannt, einen Flugtag für benachteiligte Menschen. CSLI, mit Schwerpunkten, die von der Katastrophenhilfe bis zu Spezialprojekten reichen, bietet auch in der Behindertenbetreuung immer wieder Veranstaltungen an, bei denen Menschen mit besonderen Bedürfnissen einen besonderen Tag erleben dürfen.

Fünf Schüler der Klasse 5 BK, der Bundeshandelsakademie Korneuburg, haben sich zur „Projektgruppe Sabrina Nentwig“ zusammengeschlossen und den Ehrenschutz für den vierten Behindertenflugtag übernommen und diesen als Maturaprojekt ausgewählt. Und wenn man dem Präsidenten und Bundeskommandant des CSLI glauben darf, dann wäre ohne die Mitwirkung dieser Klasse der diesjährige Flugtag nicht zustande gekommen. Nur durch das persönliche Engagement von Sabrina Nentwig als Verantwortliche, Eva Gugerell, Karina Pricop und Tamara Schindler konnten in mühevoller Kleinarbeit die Sponsoren gefunden werden.

 

Am Samstag, den 11. September war es dann soweit und ein perfekt organisierter Flugtag wurde auf dem Flugplatz Stockerau abgehalten. Rund 250 Teilnehmer im Alter von acht bis 80 Jahren durften mit Hubschraubern, Sportflugzeugen und Doppeldecker Stockerau aus der Luft erleben. Darunter behinderte Kinder vom Kinderambulatorium Neunkirchen, blinde und sehbehinderte Menschen, organisiert von der Hilfsgemeinschaft der Sehbehinderten und Sehschwachen Österreichs, Versehrtensportler aus Niederösterreich, Rollstuhlfahrer, Querschnittgelähmte, geistig behinderte Menschen und Obdachlose aus der Notschlafstelle Vinzi Rast-Corti Haus in Wien 12 begleitet von Cecily Corti.

Bei allen Teilnehmern sah man zufriedene Gesichter. Und selbst die Wartezeit zu den kostenlosen Rundflügen wurde mit einer Oldtimerfahrt, welche vom Oldtimermuseum Koller Heldenberg kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, verkürzt. Den Prominenten-Ehrenschutz 2010 hat Magic Christian, der wohl bekannteste und beste Magier Österreichs, übernommen. Er ließ es sich natürlich nicht nehmen, die Besucher, Gastgeber und Betreuer auf dem Flugplatz mit seiner Fingerfertigkeit zu verzaubern. Als Gage erhielt er fröhliches Lachen auf Kinder- und Erwachsenenmündern und tosenden Applaus.

 

Das Tagesziel, Menschen welche vom Schicksal benachteiligt wurden einen unvergesslichen Tag lang besondere Freude zu bereiten, wurde mit 70 freiwilligen Helfern, darunter auch Piloten und Bodenpersonal, mühelos erreicht. Und auf meine Frage zu einem Blinden Menschen, wie denn nun der Rundflug war, erhielt ich als Antwort, dass dies ein unvergessliches Erlebnis war. Den dazugehörigen freudigen Ausdruck dazu kann ich leider gar nicht beschreiben.